Warum es wichtig ist, Kindern zu glauben

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Kinder sehen Eltern häufig als ihren Anker in schweren Zeiten. Nicht jedes Kind, das ein Trauma erlebt, leidet auch langfristig darunter. Ein Faktor, der dies beeinflusst ist, wie die Eltern mit der Erzählung umgehen. So ist es leider nicht selten, dass Kinder ihren Eltern von einem sexuellen Missbrauch erzählen und diese ihnen nicht glauben. Das Kind erlebt etwas an sich schon Schreckliches, flüchtet aber zu den Eltern. Sie sehen sie als Hafen, der sie retten und ihnen helfen könnte. Glauben die Eltern dem Kind in einer solchen Situation nicht, bricht für das Kind häufig erst jetzt eine Welt zusammen. Sie finden somit trotz dieser Hoffnung, die sie hegten, keine Hilfe. Dieser tiefe Vertrauensbruch führt manchmal erst dazu, dass die Traumatisierung langfristige Folgen hat. Der Hauptaspekt einer Traumatisierung, nämlich die Hilflosigkeit, wird durch das Nicht-Glauben der Eltern verstärkt.

Es ist wichtig, Kinder in ihren Erzählungen ernst zu nehmen. Natürlich kann auch ein Kind mal lügen. Besteht jedoch auch nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass es wahr sein könnte, so ist auf jeden Fall zu handeln. Dabei sollte man Fragen vorsichtig formulieren und keine Ja-/Nein-Fragen stellen. Die Erinnerung des Kindes könnte sonst verzerrt werden.